Ökologiepreis 2026 der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung
Juli 2026
Mit dem Ökologiepreis zeichnet die Viktor & Sigrid Dulger Stiftung auch 2026 herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die einen Beitrag zur Lösung aktueller Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen leisten. Die diesjährige Auszeichnung, dotiert mit 10.000 Euro, geht an TT-Prof. Dr. Benjamin Schäfer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Forschung für die Energienetze der Zukunft ausgezeichnet
Die Energiewende stellt Stromnetze vor große Herausforderungen. Erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Solarenergie unterliegen natürlichen Schwankungen, während neue Technologien wie Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeuge und smarte Haushaltsgeräte das Verbrauchsverhalten zunehmend verändern. Für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung werden daher neue Ansätze benötigt, um Strombedarf präzise vorherzusagen und Netze stabil zu betreiben.
Benjamin Schäfer arbeitet daran, die Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Stromnetzen durch transparente und erklärbare Methoden der Künstlichen Intelligenz zu erhöhen. In seiner ausgezeichneten Arbeit Data-driven load profiles and the dynamics of residential electricity consumption entwickelte er gemeinsam mit internationalen Forschenden ein datengetriebenes Lastprofil, das heutige Verbrauchsmuster deutlich genauer abbildet als bisherige Standardmodelle. Damit können Stromerzeugung und Stromverbrauch künftig besser aufeinander abgestimmt und Energiesysteme effizienter gesteuert werden.
Mit dem Ökologiepreis würdigt die vom ProMinent Firmengründer ins Leben gerufene Viktor & Sigrid Dulger Stiftung jährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus den Geistes-, Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, die sich mit Umweltproblemen und deren Lösungen befassen. Die Arbeit von Benjamin Schäfer steht beispielhaft für den zukunftsorientierten Anspruch dieser Auszeichnung.
Bild: Achim Kubesch (rechts) als Vertreter der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung mit dem Ökologiepreisträger TT-Prof. Dr. Benjamin Schäfer (links) vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). (Bild: Heidelberger Akademie der Wissenschaften).